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Sachkundeprüfung

Sicherheit beginnt im Kopf – Ihre Vorbereitung auf die IHK-Prüfung nach § 34a GewO

Schön, dass Sie hier sind. SecuMind 34a ist eine Lernplattform für alle, die sich auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe vorbereiten – mit Themenübungen zu allen neun Sachgebieten, einer vollständigen Prüfungssimulation und einem KI-gestützten Prüfer für den mündlichen Teil. Unser Ziel ist nicht, dass Sie Antworten auswendig lernen, sondern dass Sie die Rechtslage wirklich verstehen: Wer im Einsatz weiß, worauf es ankommt, muss nicht raten und trifft die richtige Entscheidung auch dann, wenn es schnell gehen muss. Genau das ist gemeint, wenn wir sagen: Sicherheit beginnt im Kopf.

Für einen Teil der Bewachungstätigkeiten reicht die 40-stündige Unterrichtung nicht aus. Wer sie ausübt, muss vorher nachweisen, dass er die einschlägigen Vorschriften kennt und eigenverantwortlich anwenden kann. Dieser Nachweis ist die Sachkundeprüfung. Vorgeschrieben ist sie für einen Teil der Aufgaben – empfohlen für alle.

SteckbriefPrüfung
Prüfende Stelle
IHK
Teile
2 (schriftl. + mündl.)
Schriftlich
120 Minuten
Aufgaben
82
Punkte gesamt
120
Bestanden ab
60 Punkte
Mündlich
ca. 15 Min./Person
Sprache
Deutsch
Gültigkeit
unbefristet

Sicherheit beginnt im Kopf

Wer die Rechtslage kennt, muss im Dienst nicht raten. Genau das prüft die IHK – schriftlich und mündlich.

Ablauf

Vier Stationen bis zur Bescheinigung

Die Reihenfolge ist festgelegt: Der mündliche Teil wird erst geöffnet, wenn der schriftliche bestanden ist. Beide Teile werden getrennt bewertet und müssen jeder für sich bestanden werden.

Station 01

Anmeldung

Die Anmeldung läuft über die IHK, in der Regel schriftlich beziehungsweise über das Anmeldeportal. Die IHK legt Termin, Ort und Besetzung des Prüfungsausschusses fest und gibt Termine und Fristen vorher bekannt.

Ein Vorbereitungskurs ist nicht vorgeschrieben – man darf sich auch ohne Lehrgang anmelden. Empfohlen ist er trotzdem ausdrücklich.

Station 02

Schriftlicher Teil

120 Minuten im Antwort-Wahl-Verfahren, digital am Gerät der IHK oder auf Papier – in beiden Fällen vor Ort. Seit dem 1. Juli 2025 sind es 82 Aufgaben mit zusammen 120 Punkten.

Jedes richtig gesetzte Kreuz bringt einen Punkt; wie viele Punkte eine Aufgabe wert ist, steht bei der Aufgabe. Bestanden ist ab 50 Prozent, also ab 60 Punkten. Details im Abschnitt Bewertung.

Station 03

Mündlicher Teil

Rund 15 Minuten je Prüfling, meist in kleiner Gruppe; nach der Prüfungsordnung dürfen bis zu fünf Personen gleichzeitig geprüft werden. Zugelassen wird nur, wer den schriftlichen Teil bestanden hat.

Dafür bleiben zwei Jahre ab dem Bestehen des schriftlichen Teils. Auch hier gilt: bestanden ab 50 Prozent der Punkte.

Station 04

Bescheinigung

Nach beiden bestandenen Teilen stellt die IHK die Bescheinigung über die Sachkunde aus. Sie gilt bundesweit und läuft nicht ab.

Wer durchfällt, kann wiederholen – die Prüfungsgebühr fällt dann erneut an. In der Regel wird nur der nicht bestandene Teil neu abgelegt.

Nicht verwechseln: Die Unterrichtung nach § 34a GewO ist ein 40-stündiger Lehrgang mit Teilnahmebescheinigung, aber ohne Prüfung. Die Sachkundeprüfung ist die höhere Qualifikation – und sie muss vor Aufnahme der Tätigkeit vorliegen. Eine Übergangs- oder Karenzzeit gibt es nicht.

So bereiten Sie sich vor

Beide Prüfungsteile, ein Werkzeug

SecuMind 34a übt beide Teile der IHK-Prüfung im Originalformat – und bleibt dabei so aktuell wie die Prüfung selbst.

Baustein 01

Schriftliche Prüfungssimulation

82 Aufgaben in 120 Minuten, angelehnt an das Format der echten IHK-Prüfung – mit der Fragenverteilung auf alle neun Sachgebiete, so wie sie tatsächlich geprüft wird.

Wer lieber gezielt übt statt gleich die Vollprüfung zu schreiben, trainiert einzelne Sachgebiete als Themenübung und sieht sofort, wo noch Lücken sind.

Im kostenlosen Testzugang 3 Fragen je Sachgebiet als Vorgeschmack, Vollprüfung ab dem kleinsten Paket dabei.

Baustein 02

KI-gestützte mündliche Prüfungssimulation

Der mündliche Teil lässt sich schlecht allein üben – bei uns doch: Ein KI-Prüfer führt ein echtes Prüfungsgespräch, hört zu, fragt nach und bewertet wie ein Prüfungsausschuss.

Sitzt die Antwort noch nicht, gibt es einen Hinweis statt der Lösung – genau das Nachhaken, das ein Gespräch mit sich selbst nicht leisten kann.

Im kostenlosen Testzugang nicht enthalten, ab dem kleinsten Paket dabei.

Baustein 03

Immer aktuelles Lernmaterial

Die Inhalte spiegeln die Prüfung, wie sie heute läuft – inklusive der Reform vom 1. Juli 2025 mit längeren Aufgaben und neuer Punkteregel, nicht wie sie vor Jahren mal lief.

Gesetzesänderungen und neue Prüfungsschwerpunkte werden laufend eingepflegt, keine einmalige Momentaufnahme.

Kostenlos 3 Tage testen

Reform 2025

Längere Fragen, mehr Aufgaben, klare Punkteregel

Mit der Reform der Sachkundeprüfung 2025 wurden die Fragen überarbeitet. Sie sind länger und stärker in Fälle eingekleidet – es ist deutlich mehr zu lesen als in der alten Prüfungsvariante. Gleichzeitig wurde die Bewertung auf ein durchgängiges Punktesystem umgestellt.

  • Zehn Aufgaben mehr. Statt der bisherigen 72 Aufgaben sind jetzt 82 zu bearbeiten – bei unveränderten 120 Minuten. Pro Aufgabe bleibt also weniger Zeit.
  • Deutlich mehr Text. Die Aufgaben arbeiten häufiger mit ausformulierten Sachverhalten. Wer den Fall nicht sauber liest, kreuzt am Kern vorbei – auch wenn er den Stoff beherrscht.
  • Gute Deutschkenntnisse sind Pflicht. Geprüft wird ausschließlich auf Deutsch. Langsames Lesen kostet in dieser Prüfung unmittelbar Punkte, weil die Zeit knapp bemessen ist.
  • Punkte statt Aufgabenzahl. Die 82 Aufgaben ergeben zusammen 120 Punkte. Bestanden ist der schriftliche Teil ab 60 Punkten, also ab der Hälfte.
Punktesystem

Für jedes richtig gesetzte Kreuz gibt es einen Punkt. Wie viele Punkte eine Aufgabe wert ist, steht bei der Aufgabe dabei: Bei einer Ein-Punkt-Aufgabe ist genau eine Antwort richtig, bei einer Zwei-Punkte-Aufgabe sind es zwei. Wer mehr Kreuze setzt, als die Aufgabe Punkte hat, bekommt für diese Aufgabe null Punkte.

So wird gerechnet
Aufgabe und KreuzeErgebnis
1 Punkt · die richtige Antwort angekreuzt1 Punkt
1 Punkt · eine falsche Antwort angekreuzt0 Punkte
1 Punkt · zwei Kreuze gesetzt0 Punkte
2 Punkte · beide richtigen Antworten angekreuzt2 Punkte
2 Punkte · eine richtige, eine falsche angekreuzt1 Punkt
2 Punkte · nur eine richtige angekreuzt1 Punkt
2 Punkte · drei Kreuze gesetzt0 Punkte

Die praktische Folge: Raten wird bestraft. Wer bei einer Zwei-Punkte-Aufgabe unsicher ist und sicherheitshalber drei Kreuze setzt, verliert beide Punkte – während ein einzelnes richtiges Kreuz einen Punkt gebracht hätte. Lieber ein sicheres Kreuz als zwei geratene.

Sachkunde-Check

Reicht die Unterrichtung – oder muss es die Prüfung sein?

Tätigkeit auswählen, Einordnung lesen. Maßgeblich ist immer die konkrete Aufgabe im Dienst, nicht die Berufsbezeichnung.

Noch keine Tätigkeit gewählt

Links eine Tätigkeit auswählen

Der Check ordnet die zwölf häufigsten Einsatzarten ein: Sachkundeprüfung erforderlich oder Unterrichtung ausreichend – jeweils mit der Fundstelle, auf der die Einordnung beruht.

Aber: Das ist die rechtliche Untergrenze, nicht die Erwartung des Arbeitsmarkts. Wir raten auch hier zur Sachkundeprüfung.

Unsere Empfehlung

Machen Sie die Sachkundeprüfung – auch dort, wo die Unterrichtung reicht.

Der Check oben zeigt die rechtliche Untergrenze. Der Arbeitsmarkt legt sie längst höher: Nur noch wenige Unternehmen besetzen Stellen mit einem reinen Unterrichtungsnachweis.

Als Einstieg ist die Unterrichtung nach wie vor möglich – gewollt ist sie in der Praxis kaum noch. Wer die Sachkundeprüfung hat, kann in allen Bereichen eingesetzt werden, fällt bei der Bewerbung nicht durch das erste Raster und braucht sie ohnehin, sobald er sich selbstständig machen will.

Im Zweifel nachfragen. Ob ein Einsatz unter eine der Fallgruppen fällt, entscheidet im Streitfall die zuständige Behörde. Gewerbeämter können außerdem im Einzelfall anordnen, dass bestimmte Aufgaben nur von sachkundegeprüftem Personal wahrgenommen werden.

Sachkundepflichtige Bereiche

Wer die Prüfung braucht

Der Gewerbetreibende selbst braucht sie immer. Für angestelltes Wachpersonal zählt die Tätigkeit: § 34a Abs. 1a Satz 2 GewO nennt fünf besonders gefahrgeneigte Aufgaben, bei denen die Unterrichtung nicht genügt.

Immer

Gewerbetreibende

Wer ein Bewachungsgewerbe betreibt, muss die Sachkunde nachweisen – unabhängig davon, welche Bewachungsart er anbietet. Praktisch gilt das ebenso für gesetzliche Vertreter und Betriebsleiter. Eine gleichgestellte Berufsqualifikation kann den Nachweis ersetzen.

Abs. 1a S. 2 Nr. 1

Kontrollgänge

Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr – etwa Citystreifen sowie Personal in öffentlich zugänglichen Bahnhöfen und Einkaufszentren. Das Umhergehen oder Umherfahren muss dabei die Hauptleistung sein.

Abs. 1a S. 2 Nr. 2

Schutz vor Ladendieben

Ladendetektive und Detektivinnen im Einzelhandel, ebenso Personal, das im Eingangsbereich eines Ladens gegen Diebstahl eingesetzt wird.

Abs. 1a S. 2 Nr. 3

Einlass an Diskotheken

Bewachung im Einlassbereich gastgewerblicher Diskotheken, also die klassische Türsteher-Tätigkeit. Erfasst sind nur gastgewerbliche Diskotheken; die Abgrenzung wird regional unterschiedlich gehandhabt.

Abs. 1a S. 2 Nr. 4

Unterkünfte – in leitender Funktion

Bewachung von Aufnahmeeinrichtungen nach § 44 AsylG, Gemeinschaftsunterkünften nach § 53 AsylG und anderen Einrichtungen zur – auch vorübergehenden – amtlichen Unterbringung von Asylsuchenden oder Flüchtlingen, sofern die Person die Bewachung vor Ort organisiert und weisungsbefugt ist.

Abs. 1a S. 2 Nr. 5

Großveranstaltungen – in leitender Funktion

Bewachung zugangsgeschützter Großveranstaltungen, wiederum nur für die vor Ort verantwortliche und weisungsbefugte Person. Wer dort ohne Leitungsfunktion eingesetzt wird, benötigt die Sachkundeprüfung nicht.

Prüfungsstoff

Sieben Sachgebiete

Geprüft wird, was § 7 in Verbindung mit Anlage 2 der Bewachungsverordnung festlegt – jeweils die fachspezifischen Rechte, Pflichten und Befugnisse. Der schriftliche Teil deckt alle sieben Gebiete ab. Im mündlichen Teil liegt der Schwerpunkt auf Nummer 1 und Nummer 6.

Nr. 1

Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich GewerberechtSchwerpunkt mündlich

Aufgaben des Bewachungsgewerbes und die Abgrenzung zu Polizei- und Ordnungsbehörden; § 34a GewO und die Bewachungsverordnung selbst. Zum Sachgebiet →

Nr. 2

Datenschutzrecht

Umgang mit personenbezogenen Daten im Dienst – von der Videobeobachtung bis zum Eintrag ins Wachbuch. Zum Sachgebiet →

Nr. 3

Bürgerliches Gesetzbuch

Notwehr, Notstand, Selbsthilfe, verbotene Eigenmacht, Haftungs- und Deliktsrecht, Eigentum und Besitz, Schikaneverbot – samt Abgrenzung zu §§ 32 bis 35 StGB. Zum Sachgebiet →

Nr. 4

Straf- und Strafverfahrensrecht, Umgang mit Waffen

Einschlägige Straftatbestände, die Jedermannsrechte aus der Strafprozessordnung sowie die waffenrechtlichen Grundlagen. Allgemeiner Teil → · Besonderer Teil → · Umgang mit Waffen →

Nr. 5

Unfallverhütungsvorschrift Wach- und Sicherungsdienste

Pflichten von Unternehmen und Beschäftigten im Wach- und Sicherungsdienst und das Verhalten bei Unfällen. Zum Sachgebiet →

Nr. 6

Umgang mit MenschenSchwerpunkt mündlich

Verhalten in Gefahrensituationen, Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen sowie interkulturelle Kompetenz unter besonderer Beachtung von Diversität und gesellschaftlicher Vielfalt. Zum Sachgebiet →

Nr. 7

Grundzüge der Sicherheitstechnik

Mechanische Sicherungen, Gefahrenmeldeanlagen und Brandschutz in ihren Grundzügen. Zum Sachgebiet →

Rechtsquelle

Die Verordnung im Wortlaut

Die Sachgebietsseiten erklären den Stoff in eigenen Worten. Wer daneben die amtlichen Texte lesen möchte, findet hier zwei davon vollständig: die Bewachungsverordnung mit 24 Paragraphen und Erklärungen zu jedem einzelnen, und die DGUV Vorschrift 23 mit 29 Paragraphen samt ihren amtlichen Durchführungsanweisungen.

Warum sich das lohnt In der Prüfung werden Paragraphen abgefragt, nicht Umschreibungen. Wer einmal gelesen hat, wie § 14 die Versicherungssummen aufzählt oder was § 17 über die Dienstanweisung anordnet, erkennt die Frage später schneller wieder.

Zur Bewachungsverordnung Zur DGUV Vorschrift 23

Vorbereitung

Ohne Kurs geht es selten gut

Die Sachkundeprüfung ist anspruchsvoll – und seit der Reform 2025 eher schwerer geworden. Man darf ohne Lehrgang antreten. Empfehlenswert ist das nicht.

Belegen Sie einen Vorbereitungs­kurs bei einem Bildungsträger.

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DIAS Bildungsakademie

Bei der DIAS Bildungsakademie finden Sie Präsenz- und Online-Lehrgänge zur Sachkundeprüfung nach § 34a GewO – inklusive Übung des mündlichen Teils. SecuMind 34a nutzen Sie am besten begleitend zum Kurs, um die Prüfungsfragen zu üben.

Zur DIAS Bildungsakademie
Grund 01

Der Stoff ist Rechtsstoff

Sieben Sachgebiete, quer durch Gewerberecht, BGB, Strafrecht, Datenschutz und Unfallverhütung. Es reicht nicht, die Paragraphen zu kennen – geprüft wird, ob man sie auf einen Fall anwenden kann.

Ein Kurs sortiert diesen Stoff, zeigt die typischen Abgrenzungen und trainiert genau die Fallkonstellationen, die in der Prüfung wiederkehren.

Grund 02

Lesen unter Zeitdruck

82 Aufgaben in 120 Minuten, mit längeren Sachverhalten als früher: rund anderthalb Minuten pro Aufgabe. Wer erst in der Prüfung merkt, wie viel zu lesen ist, kommt nicht durch.

Im Kurs übt man das Format an Originalfragen, bis Tempo und Genauigkeit zusammenpassen – auch das Ankreuzverhalten will geübt sein.

Grund 03

Die mündliche Prüfung

Im mündlichen Teil muss man frei sprechen und Fälle aus dem Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie zum Umgang mit Menschen erklären. Ankreuzen hilft dort nicht mehr.

Gute Träger simulieren die Prüfungssituation vorab – das nimmt einen großen Teil der Nervosität heraus.

Worauf man achten sollte: Ein Träger sollte den vollständigen Rahmenplan abdecken, mit Originalfragen und Probeklausuren arbeiten und den mündlichen Teil mitüben. Ist der Träger nach AZAV zugelassen, kann der Kurs unter bestimmten Voraussetzungen über einen Bildungsgutschein gefördert werden – ob das im Einzelfall gilt, klären Agentur für Arbeit oder Jobcenter. Wer nicht sicher Deutsch liest, sollte die Sprache vor der Anmeldung aufbauen: Sie entscheidet in dieser Prüfung mit über das Ergebnis.