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Datenschutzrecht

Eine Schicht im Sicherheitsdienst hinterlässt Spuren auf Papier und auf Festplatten: Namen im Wachbuch, Kennzeichen an der Schranke, Bilder auf dem Rekorder. Jede dieser Spuren gehört einem Menschen, und dieser Mensch hat Rechte daran. Wo diese Rechte verlaufen und was sie für den Dienst bedeuten, klärt dieses Sachgebiet.

Ausgangslage

Die Spuren einer Schicht

Betrifft Datenschutz auch jemanden, der den ganzen Tag auf den Beinen ist?

Die Frage stellt sich für viele Sicherheitsmitarbeiter zunächst nicht. Datenschutz klingt nach Büro, nach Aktenschrank und Serverraum. Tatsächlich entsteht der größte Teil der geschützten Angaben aber genau dort, wo der Dienst stattfindet – und meistens ohne dass dabei ein Rechner eingeschaltet wird.

Zwei Wege führen im Wach- und Sicherungsdienst dazu, dass jemand mit fremden Daten in Berührung kommt. Der erste ist der Ort: Kontrollgänge führen durch Bereiche, in denen Daten verarbeitet oder aufbewahrt werden – Verwaltungsräume, Archive, Serverräume. Wer dort abschließt oder nach dem Rechten sieht, hat Zugang zu Beständen, die ihn inhaltlich nichts angehen. Der zweite Weg ist die Aufgabe selbst: Kommt es zu einem Vorfall, einem Unfall oder einem Zwischenfall auf einer Veranstaltung, gehört das Aufnehmen von Personalien zur Arbeit.

Aus beidem folgt eine Schutzpflicht, die sich auf drei Gefahren richtet. Die Daten dürfen nicht verloren gehen, sie dürfen niemandem in die Hände fallen, der sie nichts angeht, und sie dürfen nicht beschädigt werden – ein zerstörtes Wachbuch ist datenschutzrechtlich genauso ein Problem wie ein weitergegebenes.

Der Kernsatz Wer beruflich mit fremden Angaben umgeht, trägt für sie Verantwortung – unabhängig davon, ob er sie selbst erhoben hat oder ob sie ihm nur zugänglich sind.

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